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Gitarre oder Ukulele stimmen

Die Standardstimmung, Saite für Saite, mit Ton und Frequenz — und die paar Gewohnheiten, mit denen eine Saite dort bleibt, wo du sie hingestimmt hast. Das Stimmgerät auf dieser Seite ist kostenlos, läuft im Browser und kennt beide Stimmungen.

Gitarre: die Standardstimmung

Von der dicksten zur dünnsten Saite ist eine Gitarre in Standardstimmung E A D G H E gestimmt. Gezählt wird von der dünnen Seite aus: Die dicke tiefe E-Saite ist also die 6. Saite. In englischen Tabellen und vielen Apps heißt die H-Saite „B“ — gemeint ist derselbe Ton.

  • 6. Saite — E (E2), 82,41 Hz (die tiefste)
  • 5. Saite — A (A2), 110,00 Hz
  • 4. Saite — d (D3), 146,83 Hz
  • 3. Saite — g (G3), 196,00 Hz
  • 2. Saite — h (H3, englisch B3), 246,94 Hz
  • 1. Saite — e' (E4), 329,63 Hz (die höchste)

Die beiden E-Saiten liegen genau zwei Oktaven auseinander. Konzert-, Western- und E-Gitarre teilen sich diese Stimmung; ein E-Bass hat die vier tiefen Saiten, eine Oktave tiefer.

Ukulele: die Standardstimmung

Eine Sopran-, Konzert- oder Tenor-Ukulele ist G C E A gestimmt, gezählt von der Saite, die beim Spielen deinem Gesicht am nächsten ist.

  • 4. Saite — g' (G4), 392,00 Hz
  • 3. Saite — c' (C4), 261,63 Hz (die tiefste)
  • 2. Saite — e' (E4), 329,63 Hz
  • 1. Saite — a' (A4), 440,00 Hz (die höchste)

Die Überraschung ist das G: Es klingt höher als das C daneben. Das nennt man rückläufige Stimmung, und sie macht den hellen Klang der Ukulele aus. Manche spielen stattdessen ein tiefes G, eine Oktave tiefer bei 196,00 Hz (G3) — ist deine 4. Saite sichtbar dicker als die anderen, hast du diese Variante, und ein Stimmgerät zeigt in beiden Fällen denselben Tonnamen. Die Bariton-Ukulele ist wieder anders gestimmt: D G H E, wie die vier dünnen Saiten einer Gitarre.

Mit dem Stimmgerät, Schritt für Schritt

  1. Öffne das Stimmgerät, drücke auf Start und erlaube das Mikrofon. Wähle die Stimmung Gitarre oder Ukulele, dann zeigt es die Saiten an, auf die du zielst.
  2. Zupfe eine Saite an und lass sie klingen. Lieber alle ein, zwei Sekunden neu anzupfen als darauf einzuhämmern: Am ruhigsten ist die Anzeige kurz nach dem Anschlag.
  3. Lies erst den Tonnamen, dann die Nadel. Zeigt die 6. Saite D♯ statt E, bist du mehr als einen Halbton daneben — und „stimmt“ heißt dann: stimmt mit dem falschen Ton.
  4. Zum Ton hinauf stimmen, nicht hinunter. Ist die Saite zu hoch, lockere sie, bis sie deutlich zu tief ist, und zieh sie wieder hoch. Wer mit einer Drehung in Richtung „fester“ aufhört, nimmt das Spiel aus der Mechanik, und die Saite sackt eine Minute später viel seltener ab.
  5. Geh alle Saiten durch — und dann alle noch einmal. Ändert sich die Spannung einer Saite, verschieben sich die anderen ein wenig, vor allem bei neuen Saiten.

Wenn die Stimmung nicht hält

  • Neue Saiten dehnen sich. Stahlsaiten setzen sich in etwa einem Tag; Nylonsaiten — also jede Ukulele und jede Konzertgitarre — können mehrere Tage lang immer wieder zu tief werden. Das ist normal: oft nachstimmen, dann geben sie Ruhe.
  • Temperatur und Luftfeuchtigkeit verschieben alles. Ein Instrument, das aus der Kälte kommt, ist verstimmt und verändert sich beim Aufwärmen noch einmal. Gib ihm ein paar Minuten vor dem letzten Durchgang.
  • Alte Saiten halten den Ton nicht mehr und sind sich selbst nicht mehr einig: leer gestimmt, ein paar Bünde höher daneben.
  • Leere Saite stimmt, 12. Bund nicht? Das ist die Bundreinheit und nicht die Stimmung — eine Sache für den Steg oder die Werkstatt, nicht für die Wirbel.

Ohne Stimmgerät

Eine Gitarre lässt sich nach sich selbst stimmen. Greife die 6. Saite im 5. Bund: Dieser Ton ist das A, das die leere 5. Saite haben soll. So geht es von Saite zu Saite weiter, mit einer Ausnahme — von der 3. zur 2. Saite ist es der 4. Bund, nicht der 5. Auf einer Ukulele in Standardstimmung entspricht das leere A der E-Saite im 5. Bund, das leere E der C-Saite im 4. und das leere G der E-Saite im 3. Bund.

Damit sind sich nur die Saiten untereinander einig. War die erste Saite daneben, ist das ganze Instrument um denselben Betrag daneben — was allein nicht auffällt und sofort, wenn du mit jemandem zusammenspielst.

Wenn der Kammerton nicht 440 ist

Alle Frequenzen oben gehen davon aus, dass das a' 440 Hz hat. Das ist der übliche Standard, kein Gesetz: Viele Orchester stimmen auf 442 oder 443, und ein Klavier, das länger nicht gestimmt wurde, liegt oft tiefer. Spielst du mit so einem Instrument zusammen, stimme danach — der Kammerton des Stimmgeräts lässt sich zwischen 415 und 466 Hz einstellen, und jede Saite zieht mit.

Und dann spielen

Ein Stimmgerät sagt dir, dass das Instrument stimmt. Ob die Töne stimmen, die du darauf spielst, kann es nicht sagen. Scoreflection liest die Noten mit, die du spielst, und markiert jeden Notenkopf als richtig, falsch, ausgelassen oder verrutscht — auf Gitarre und Ukulele ebenso wie am Klavier. Die App hat auch ein eigenes Stimmgerät, mit eigenen Stimmungen und Referenztönen. Auch den Takt halten? Es gibt ein Metronom online.